Drei- Hütten- Wanderung des Breitunger Rhönklubs

Am Sonntag, den 28. Juni 2026, starten die Teilnehmer um 9 Uhr mit Autos auf dem Breitunger Marktplatz in Richtung Roßdorf. Soweit es freie Plätze gibt, können Interessierte mitfahren. Die Wanderung beginnt dann um 9.30 Uhr auf dem Parkplatz am Roßdorfer Schloss. Die mittelschwere, 17 Kilometer lange Tour führt über 300 positive Höhenmeter durch abwechslungsreiche Natur und vorbei an historisch Interessantem, s. Karte. Nach einem ersten, steileren Aufstieg erreichen die Wanderer den Hofberg, von dem man eine herrliche Aussicht ins Rosatal, die vordere Rhön, auf den Thüringer Wald und das Pleßmassiv genießen kann. Im Klosterwald, der einst zum Sinnershäuser Wilhelmitenkloster gehörte, passieren wir den Gotteskopf mit seinen Steinwällen und einer wahrscheinlich prähistorischen Kultstätte. Nach dann schon 6 Kilometern Wegstrecke erreichen wir das Köpfchen am Hahnberg, den mit 658 Metern höchsten Punkt der Tour. Von hier hat man nicht nur eine faszinierende Aussicht auf den Thüringer Wald, auch das neu renovierte Hümpfershäuser Berghäuschen lädt als erste der drei Hütten auf unserer Wanderung zu einer kulinarischen Stärkung ein. Das Häuschen wurde als herzoglich sachsen- meiningische Jagdhütte gebaut und genutzt. Heute bewirtschaftet der Dorf- & Heimatverein Hümpfershausen an Sonntagen von 10 bis 17 Uhr das Haus.

Nach dem Abstieg über die Steinige Wiese halten wir uns links und erreichen bereits nach 3 Kilometern mit der Roßhofhütte die zweite Einkehrmöglichkeit. Der Roßhof wurde vermutlich im 14. Jahrhundert angelegt. Später gehörte er als Vorwerk zum von Geyso´schen Rittergut in Roßdorf. Nach 1945 nutzte ein Volkseigenes Gut, dann die Roßdorfer LPG den Hof. Heute werden die verblieben Gebäude von den Mitgliedern des Vereins Roßhoffreunde e.V. unterhalten. Von März bis November bieten sie sonntags ab 11 Uhr auch Essen und Trinken für Wanderer und Radfahrer an. Von der Hütte hat man eine gute Fernsicht bis weit über das Feldatal hinaus.

Wir gehen nun 1,5 Kilometer hinunter zum Naturdenkmal Seegrube, eine Bodensenkung im Muschelkalk. Sie ist auf Grund geologischer Störungen und des dadurch zerklüfteten Untergrundes oft nur im Frühjahr mit Wasser gefüllt.

Die dritte Wanderhütte, die Roßberghütte, ist dann schon nach weiteren 1,5 Kilometern erreicht. Sie liegt im Naturschutzgebiet Wiesenthaler Schweiz idyllisch am Waldrand nahe der Langen Eller und des Quellgebietes des Werdenhäuser Wassers. Auch hier bietet sich dem Wanderer wieder eine grandiose Fernsicht. Die Hütte hat in der Saison sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Auf dem 5 Kilometer langen Rückweg nach Roßdorf besuchen wir oberhalb des Friedrichshofes den Gedenkort zum Gefecht bei Roßdorf. Eine Infotafel und ein Gedenkstein erinnern an das blutige Aufeinandertreffen von preußischen Verbänden der Main- Armee und bayrischen Truppen des VII. Armeekorps am 4. Juli 1866. Die Kämpfe forderten hunderte Gefallene und Verwundete. Einen eindeutigen Sieg konnte aber keiner der Kontrahenten für sich verbuchen.

Das letzte Wegstück wandern wir am Westhang der Nebelberges, an dem Hügelgräber von einer vorchristlichen Besiedlung zeugen.

Gegen 18 Uhr werden wir wieder die Autos am Roßdorfer Schloss erreichen.

Juni 26 1