Wanderung von Stadtilm zur Senfmühle Kleinhettstedt.

Am 11.10.2026 starteten 11 Wagemutige ihre Wandertour auf dem Marktplatz in Breitungen; wagemutig deshalb, weil der Wettergott immer wieder Regenschauer vorhergesagt hatte.

Die Fahrt mit PKW ging nach Stadtilm, einem Ort, der wie Breitungen im Mittelalter ebenfalls geteilt war. Hier waren es aber die Grafschaften Schwarzburg und Kevernburg.
Auf dem größten Marktplatz Thüringens mit über 10.000 m2 Fläche startete unser Rundweg.
Die Stadt der „7 Wunder“ beeindruckte nicht nur hiermit, sondern auch mit der imposanten St.-Marien-Kirche und dem Rathaus, dessen Vorgängerbauten ein Zisterzienserinnenkloster und später ein Schloss für Schwarzburger Prinzen beherbergten.
Vorbei an einem der „7 Wunder“, nämlich der höchstschwimmenden Ente – einer Wasserstandsmarke der Thüringer Sintflut von 1613, ging es über die Ilmbrücke in Richtung Kleiner Hund und Haunberg, 2 Bergen mit rund 500 m Höhe, an dessen Waldrand wir uns Richtung Kleinhettstedt bewegten.
Einsetzender Regen begleitete uns jetzt bis kurz vor Kleinhettstedt, schmälerte die gute Laune aber nicht. Und siehe da, wir wurden tatsächlich belohnt und leichte Bewölkung und Sonnenschein im Wechsel waren nun für uns da.
Jetzt öffneten sich auch herrliche Blicke in das Ilmtal mit Kleinhettstedt, Großhettstedt und Stadtilm.
Wer hätte es vermutet, auch in Stadtilm stand einmal eine Sprungschanze. Bis 1970 wurden hier Wettkämpfe durchgeführt. Danach verfiel die Schanze. Anfang der 1990er Jahre wurden die letzten verbliebenen Sprungmatten entsorgt. Heute erinnert nur noch eine Infotafel an die damaligen Geschehnisse und eine Sitzgruppe lädt zum Verweilen ein.
Interessant war es, den Straußen in den Gehegen in ihrem unterschiedlichen Wachstumsalter zusehen zu können und Wissenswertes aus den Schautafeln zu erfahren.
Nunmehr erreichten wir den Höhepunkt unserer Wanderung, die Senfmühle Kleinhettstedt.
Die Mühle, mehrfach umgebaut und modernisiert, wurde erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt und befindet sich sein 1732 im Besitz der Familie Morgenroth.
Das imposante Mühlengelände beherbergt heute ein frei zugängiges Museum, einen Senfladen mit Senfmühle, Ferienwohnungen und die Senfmühlentenne, wo man Florales und Kunstgewerbliches kaufen und selbstgebackenen Kuchen genießen kann.
Schließlich ist hier auch die Gaststätte „Zum Mühlenwirt“ beheimatet, die uns mit köstlichen Speisen und netter Bedienung verwöhnte.
Über Großhettstedt ging es anschließend wieder zurück zum Ausgangspunkt in Stadtilm.

Alle Wanderer waren sich einig, dass die 15 km lange Wanderung Interessantes und Neues beschert hat und die Wandertour auf jeden Fall weiterempfohlen werden kann.

Wolfgang Möller

Wanderung Senfmühle 1

Wanderung 2 zur Rundunde 2 26

Wanderung Senfmühle 4

Wanderung Senfmühle 5

Wanderung Senfmühle 6

Wanderung Senfmühle 7

Wanderung Senfmühle 9

Impressionen von der Plesskirmes 2026

Plesskirmes 1


Plesskirmes 2

Plesskirmes 3

Plesskirmes 4

Plesskirmes 5

Plesskirmes 6

Plesskirmes 7

Plesskirmes 8

Plesskirmes 9

Plesskirmes 10


Nachlese zum Tag des Denkmals in der Kapelle Altenbreitungen

Zum Tag des Denkmals am 13.September 2026 waren auch die Türen der Kapelle Altenbreitungen geöffnet. Trotz des regnerischen Wetters besuchten wieder 60 Interessierte das kleinste denkmalgeschützte Haus in Breitungen. Vom Erdgeschoss bis zum urigen Dachgeschoss mit dem Blick auf das Uhrwerk konnte das Gebäude besichtigt werden. Im Obergeschoss gab es Erläuterungen zur Geschichte der Kapelle und zur Vereinsarbeit des Rhönklub Zweigvereins Breitungen.
Die Mitglieder des Rhönklubs Breitungen freuten sich über die viele Besucher aus Breitungen, die die Kapelle auch einmal von innen sehen wollten und obwohl in Breitungen zu Hause, bisher nur an der Kapelle vorbeigefahren sind, aber noch nie das Haus betreten hatten. Schön war es, dass auch zahlreiche Gäste aus der Umgebung von Breitungen kamen, um der Kapelle einen Besuch abzustatten, so unter anderem aus Helmers, Niederschmalkalden, Schmalkalden, Immelborn, Bad Salzungen, Barchfeld, Bad Liebenstein und Ruhla. Ein Ehepaar reiste sogar aus Heringen an. In den kleinen Räumlichkeiten der Kapelle kommt man eben leicht ins Gespräch.

So klein die Kapelle mit ihren 6 m Länge und 5 m Breite auch ist – ihre Geschichte reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Mit ihrem Aussehen wie dem eines dörflichen Rathauses und ihren vielen Wandlungen weckt sie auch heute noch das Interesse ihrer Besucher.

Da jedoch noch weiterer Wissensbedarf besteht, um vielleicht noch diese oder jene Lücke in der Historie der Kapelle zu schließen, möchten wir all diejenigen um Unterstützung bitten, die etwas zur Geschichte der Kapelle beitragen können. Sei es in Form von alten Fotos, Geschichten oder Begebenheiten zur Kapelle, ihrer Nutzung und ihren Bewohnern oder etwas, was mit der Kapelle zusammenhängt, melden sie sich bitte beim Rhönklub Zweigverein Breitungen. Mit ihrer Hilfe können wir die Chronik der Kapelle Altenbreitungen weiter vervollständigen.

Informationen bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Stichwort: Kapelle
Ansprechpartnerin: Elke Treisch

Kapelle

Tag des offenen Denkmals in Helmers

Auch in Helmers mit seinem denkmalgeschützten, durch Fachwerkbauten bestimmten Ortskern gibt es zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag den 13.09.26 Interessantes zu erfahren. Besucht werden während eines historischen Dorfrundgangs ab 10 Uhr u.a. das letzte Wasserrad im Rosagrund, das gerade renovierte Gutshaus von 1548, die historischen Wasserversorgungsstellen und die kleine Dorfkirche, die die Helmerser 1672 aus einem Brauhaus bauten. Die Geschichte dieses denkmalgeschützten Gotteshauses mit seiner schlichten Architektur und Ausstattung ist in besonderer Weise auch mit Herzog Georg II. von Sachsen- Meiningen (1826-1914) verbunden, an dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr ja mit zahlreichen Vorträgen, Veröffentlichungen und Ausstellungen erinnert wird.
Berichtet wird außerdem zu dem 400 Jahre alten Wiesenwässerungssystem, dass sich mit 14 Kilometern Gräben und 13 Wehren von Georgenzell bis Wernshausen erstreckt.
Am Nachmittag wird der Helmerser Jugend- und Kulturverein ab 13 Uhr an der Burg Frankenberg einen Imbiss und Getränke anbieten. Um 14 Uhr informiert ein Vortrag zur Burggeschichte und den Sanierungsarbeiten während der letzten 40 Jahre. Der Turm kann bestiegen werden. Die Zugangswege von Helmers zur Burg sind nach dem Sturm am 19. September von Windwurf beräumt.

Der Bergfried der Frankenburg

Die FRankenburg mit Helmers

Die Helmerser Dorfkirche