Rhönklub ZV Breitungen wandert um die Schmalwassertalsperre
Wir wandern am 19.7.26 auf dem Rundwanderweg und starten an der Eisenbrunnenquelle
im Dietharzer Grund. Hinter der Schrankenanlage führt der Weg etwa 900 m bergauf zum Stummelberg und wird oben mit einer tollen Aussicht auf Talsperre und Inselsberg belohnt.
Unsere Wanderung führt uns weiter vorbei am Rastplatz Meister-Eckart-Blick und bergab kommen wir an der Schutzhütte Röllchen an. Dann geht’s weiter zum Einlauf der Talsperre.
Nach etwa 3,5 km erreichen wir dann das kleine Walsbachtal und nach weiteren 2 Km erreichen wir die Schutzhütte Salweidewand. Von hier haben wir dann einen wunderbaren Ausblick auf die Talsperre und die Staumauer
.
Länge der Strecke ca. 12-14 km
Wanderzeit: ca 4 Std.
Aufstieg: 381m
Abstieg: 378 m
Schwierigkeit : mittel
Treffpunkt: 9 Uhr Marktplatz Breitungen. Es besteht eine geringe Mitfahrgelegenheit.
Wanderführer ist Bernd Krahmann.
Einladung zur Radtour 2026
Wir hatten mehrere Anfragen, ob wir die Tour vom Vorjahr nochmal anbieten. (Aufgrund verschiedener Umstände waren 2025 nur 3 Teilnehmer an der Radtour beteiligt.)
Da es eine sehr schöne Rundtour ist, die Werratal, Rosatal und Feldatal streift, mit reizvollen Ausblicken, haben wir uns entschlossen, dem Wunsch zu folgen:
Am 26.07.2026 startet unsere diesjährige Radtour um 9.00 Uhr am Marktplatz in Breitungen. Über den Werratalradweg geht es bis Wernshausen und dann auf dem Rosatalradweg bis nach Roßdorf. Weiter über Wiesenthal, Urnshausen und Weilar auf gut ausgebauten Rad- und Wirtschaftswegen. Hier stoßen wir auf den Feldatalradweg, den wir über Stadtlengsfeld, Dietlas bis nach Dorndorf nutzen. Nun folgen wir dem Werratalradweg über Tiefenort und Bad Salzungen wieder zurück bis nach Breitungen.
Die Gesamtstrecke beträgt 70 km und es sind 210 Höhenmeter zu überwinden. Die Fahrzeit beträgt etwa 5 Stunden.
Eine größere Rast ist am Vereinsgelände des Anglervereins in Dietlas geplant. Leider sind die Einkehrmöglichkeiten auf der gesamten Strecke sehr rar. Also bitte selbst für genügend Verpflegung und Getränke sorgen. Evtl. besteht die Möglichkeit im Bereich Bad Salzungen je nach Bedarf und Teilnehmerzahl noch Kaffee und Kuchen zu bekommen.
Bitte auch an die eigene Sicherheit denken und die notwendige Ausrüstung anlegen.
Rückfragen bitte an Hartmut Schuster Tel.: 03684887732.
Einweihung der Helmerser Frankenburg- Skulptur „Frankensteine“
Seit Herbst letzten Jahres fällt eine Skulptur neben der Helmerser Bushaltestelle in Richtung Wernshausen auf. Auf einem roten Sandsteinsockel liegt ein aus weißem Sandstein herausgearbeitetes, über 20 Zentner schwere Kunstwerk, 180 Zentimeter lang, 60 Zentimeter breit und 80 Zentimeter hoch.
Die Skulptur in der Helmerser Dorfmitte, Foto R. Dittmar, Juni 2026
Es sorgte unter den Betrachtern bereits für mancherlei Diskussionen. Viele konnten keinen Bezug zum Dorf und seiner Umgebung erkennen.
Am Donnerstag, den 2. Juli 2026, wurde nun die Plastik feierlich eingeweiht. Für 17 Uhr hatten dazu der Ortsteilbürgermeister Fabian Aborn, der Wernshäuser Ortsteilrat und der Helmerser Ortskümmerer Thomas Schmidt eingeladen. Auch der in Kaiserslautern beheimatete Bildhauer Lasse Schulz- Berke, der die Skulptur im Rahmen des ersten Steinbildhauersymposiums in Niederschmalkalden im Juni 2024 schuf, war angekündigt.
Die etwa 50 erschienenen Interessierten wurden vor Ort von Fabian Amborn begrüßt. Anschließend erläuterte Lasse Schulz- Berke seine Skulptur und ihren Bezug zur 800 Jahre alten Burg Frankenberg oberhalb von Helmers.
Bergfried der Burg Frankenberg, Foto R. Dittmar, November 2023
Von ihr stehen nach der Zerstörung im Bauernkrieg im Frühjahr 1525 und ihrer Nutzung als Steinbruch bis Ende des 19. Jahrhunderts noch der 20 Meter hohe Bergfried und Reste der Palasmauern. Grundlegende Sanierungen des denkmalgeschützten Turmes wurden 2023 abgeschlossen.
Ein Besuch der alten Burgmauern und die Erläuterungen des Helmerser Ortschronisten im Juni 2024 inspirierten den Künstler zur Gestaltung seiner Skulptur.
Sie ist handwerklich anspruchsvoll und perfekt aus Fambacher Sandstein geschlagen. Ihre Zangenlöcher und die oberflächliche Bearbeitung weisen, so Schulz-Berke, auf Mauer- und Steinstrukturen der Frankenburg hin.
Wie der Bildhauer weiter berichtete, soll die Aneinanderreihung der Steinsegmente an die Aufschichtung gebrochener Steine im Fambacher Steinbruch erinnern. Zudem haben Konturen, die beim Betrachten der Skulpturstirnseiten auffallen, Ähnlichkeiten mit dem Grundriss der noch vorhandenen Burgmauern auf dem Frankenberg.
21. Juni 2024: Lasse Schulz-Berke bei der Arbeit an der Frankenburg- Skulptur in Niederschmalkalden,
Foto R. Dittmar
Der Künstler fasste seine Gedanken in einem kurzen erklärenden Text zusammen, der auch an der Skulptur noch angebracht werden soll:
„Frankensteine
Ausgehend von den verwitterten Mauersteinen der Burg Frankenberg entwickelt die Skulptur eine Komposition aus verformten Steinquadern mit historischen Bearbeitungsspuren. Versetzzangenlöcher und handwerkliche Oberflächen verweisen auf die Baugeschichte der Burg, während die Anordnung der Elemente dem Goldenen Schnitt folgt.
Die Arbeit verbindet die Kraft des rohen Steins mit den Spuren menschlichen Wirkens und der gestaltenden Wirkung der Zeit.“
Die Skulpturenstirnseiten sollen an den Grundriss der Frankenburgmauern erinnern,
Foto R. Dittmar, Juni 2026
Nach den Erklärungen des Künstlers äußerte sich auch der Wernshäuser Ortsteilbürgermeister Fabian Amborn in einer achtminütigen Ansprache zu den „Frankensteinen“.
Er sieht in der Skulptur weit mehr als nur irgendein Kunstwerk. Vielmehr zeige es zu Stein gewordene Geschichte. Die Art der Bearbeitung weise auf den Bergfried der Frankenburg hin. Der Stein aus dem Fambacher Steinbruch selbst sei ein Fundament für Vieles, was wir heute noch in und um Schmalkalden bewundern könnten. Auch der so schöne Helmerser Ortskern mit seinen Fachwerkhäusern gehöre dazu.
Ihm sei auch schon ein „Spitzname“ für die „Frankensteine“ zugetragen worden, so Amborn: „Schaschlikspieß“. Hier zog er Parallelen zu Berlin. Auch Berliner seien sehr erfinderisch, wenn es um Bezeichnungen für markante Bauten gehe. So betitelten sie der Fernsehturm beispielsweise als „Telespargel“. Dabei sei das aber keineswegs abwertend gemeint, sondern drücke eher die Verbundenheit mit der Heimatstadt aus. Amborn sieht auch in den „Frankensteinen“- oder eben dem „Schaschlikspieß“ bzw. der „Kurbelwelle“- ein zukünftiges markantes Orts-Wahrzeichen, das auch eine für Helmers identitätsstiftende Bedeutung habe.
Abschließend bedankte sich Amborn noch bei den Steinbildhauern für ihre kreative Arbeit, bei Robert Roß für die gesponserten Steine aus seinem Fambacher Steinbruch und bei Schmalkaldens Bürgermeister Thomas Kaminski für die Unterstützung der zwei bisherigen Steinbildhauersymposien in Schmalkalden. Auch den vielen freiwilligen Helfern und Unterstützern drückte er seinen Dank aus.
Ortsteilbürgermeister Fabian Amborn begrüßt die Teilnehmer zur Einweihung der Skulptur „Frankensteine“ an der Helmerser Grünanlage, Foto R. Dittmar 2. Juli 2026
Bildhauer Lasse Schulz-Berke erklärt die „Frankensteine“
Im Anschluss an die Einweihung der Skulptur sorgte der Helmerser Jugend- und Kulturverein am Bürgerhaus noch mit Bratwürsten und kühlen Getränken für das leibliche Wohl der Teilnehmer.
Wie hier in Diskussionen zu hören war, hatte manch einer 2024 den Standort des Kunstwerks direkt am Weg von Helmers zur Burg Frankenberg favorisiert. Dann wäre der Bezug der Skulptur auf die Burg wohl sinnfälliger gewesen. An der zentral im Ort, direkt an der L1026 gelegenen „Grünanlage“ neben der Bushaltestelle fällt aber das Kunstwerk sofort jedem auf und bereichert das seit 1992 denkmalgeschützte Fachwerkensemble in Dorfmitte.
Nach der feierlichen Einweihung der „Frankensteine“ sorgte der Helmerser Jugend- und Kulturverein noch für einen gelungenen kulinarischen Abschluss für die ca. 50 Teilnehmer am Bürgerhaus,
Foto R. Dittmar, 2. Juli 2026
Auch z. Z. bearbeiten wieder Bildhauer während des zweiten Steinbildhauersymposiums vom 22. Juni bis zum 4. Juli an der Wernshäuser Sporthalle Fambacher Buntsandstein. Die dabei entstehenden Kunstwerke werden unsere Orte weiter bereichern, Geschichte sichtbar vermitteln und sicher wieder- wie auch um die Helmerser Skulptur- Diskussionen auslösen, was aber auch so gewollt ist!
Rudi Dittmar
Drei- Hütten- Wanderung des Breitunger Rhönklubs
Am Sonntag, den 28. Juni 2026, starten die Teilnehmer um 9 Uhr mit Autos auf dem Breitunger Marktplatz in Richtung Roßdorf. Soweit es freie Plätze gibt, können Interessierte mitfahren. Die Wanderung beginnt dann um 9.30 Uhr auf dem Parkplatz am Roßdorfer Schloss. Die mittelschwere, 17 Kilometer lange Tour führt über 300 positive Höhenmeter durch abwechslungsreiche Natur und vorbei an historisch Interessantem, s. Karte. Nach einem ersten, steileren Aufstieg erreichen die Wanderer den Hofberg, von dem man eine herrliche Aussicht ins Rosatal, die vordere Rhön, auf den Thüringer Wald und das Pleßmassiv genießen kann. Im Klosterwald, der einst zum Sinnershäuser Wilhelmitenkloster gehörte, passieren wir den Gotteskopf mit seinen Steinwällen und einer wahrscheinlich prähistorischen Kultstätte. Nach dann schon 6 Kilometern Wegstrecke erreichen wir das Köpfchen am Hahnberg, den mit 658 Metern höchsten Punkt der Tour. Von hier hat man nicht nur eine faszinierende Aussicht auf den Thüringer Wald, auch das neu renovierte Hümpfershäuser Berghäuschen lädt als erste der drei Hütten auf unserer Wanderung zu einer kulinarischen Stärkung ein. Das Häuschen wurde als herzoglich sachsen- meiningische Jagdhütte gebaut und genutzt. Heute bewirtschaftet der Dorf- & Heimatverein Hümpfershausen an Sonntagen von 10 bis 17 Uhr das Haus.
Nach dem Abstieg über die Steinige Wiese halten wir uns links und erreichen bereits nach 3 Kilometern mit der Roßhofhütte die zweite Einkehrmöglichkeit. Der Roßhof wurde vermutlich im 14. Jahrhundert angelegt. Später gehörte er als Vorwerk zum von Geyso´schen Rittergut in Roßdorf. Nach 1945 nutzte ein Volkseigenes Gut, dann die Roßdorfer LPG den Hof. Heute werden die verblieben Gebäude von den Mitgliedern des Vereins Roßhoffreunde e.V. unterhalten. Von März bis November bieten sie sonntags ab 11 Uhr auch Essen und Trinken für Wanderer und Radfahrer an. Von der Hütte hat man eine gute Fernsicht bis weit über das Feldatal hinaus.
Wir gehen nun 1,5 Kilometer hinunter zum Naturdenkmal Seegrube, eine Bodensenkung im Muschelkalk. Sie ist auf Grund geologischer Störungen und des dadurch zerklüfteten Untergrundes oft nur im Frühjahr mit Wasser gefüllt.
Die dritte Wanderhütte, die Roßberghütte, ist dann schon nach weiteren 1,5 Kilometern erreicht. Sie liegt im Naturschutzgebiet Wiesenthaler Schweiz idyllisch am Waldrand nahe der Langen Eller und des Quellgebietes des Werdenhäuser Wassers. Auch hier bietet sich dem Wanderer wieder eine grandiose Fernsicht. Die Hütte hat in der Saison sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Auf dem 5 Kilometer langen Rückweg nach Roßdorf besuchen wir oberhalb des Friedrichshofes den Gedenkort zum Gefecht bei Roßdorf. Eine Infotafel und ein Gedenkstein erinnern an das blutige Aufeinandertreffen von preußischen Verbänden der Main- Armee und bayrischen Truppen des VII. Armeekorps am 4. Juli 1866. Die Kämpfe forderten hunderte Gefallene und Verwundete. Einen eindeutigen Sieg konnte aber keiner der Kontrahenten für sich verbuchen.
Das letzte Wegstück wandern wir am Westhang der Nebelberges, an dem Hügelgräber von einer vorchristlichen Besiedlung zeugen.
Gegen 18 Uhr werden wir wieder die Autos am Roßdorfer Schloss erreichen.