Der Breitunger Rhönklub wieder auf Reisen


Unsere traditionelle Busfahrt führte uns in diesem Jahr in die Eifel, besser gesagt in die Vulkaneifel. 46 Mitglieder unseres Zweigvereins nahmen an der Entdeckungstour von 21. bis 24. August 2025 teil.
Gleich zu Beginn unserer Reise ein einzigartiges Erlebnis – nämlich der Besuch des höchsten Kaltwassergeysirs der Welt in Andernach am Rhein. Unsere Expedition begann im Museum des Geysirs mit einem kleinen, interessanten Film über die Entstehung und die Wirkungsweise des Geysirs. Der sich anschließende Besuch des Museums war nicht nur ein bloßes Anschauen der Ausstellung, sondern inspirierte auch zum aktiven Mitmachen. Danach fuhren wir mit dem Schiff zum Geysir selbst. Nach einer kurzen Fahrt und einem kleinen Fußweg waren wir da und warteten gespannt auf den Ausbruch des Geysirs. Er fing ganz klein an, wurde größer und größer – und dann fast 60 m hoch. Ein beeindruckendes Naturschauspiel, das etwa eine Viertelstunde dauert. Anschließend ging es mit dem Schiff und einem gemütlichen Kaffeetrinken an Bord zurück nach Andernach, von wo aus wir mit dem Bus nach Gerolstein zu unserem Hotel fuhren.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Vulkane. Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir Daun und unser erstes Ziel – das Eifel – Vulkanmuseum. Im Rahmen eines geführten Rundganges durch das Museum entdeckten wir viel Interessantes und Spannendes über den Vulkanismus in der Eifel und weltweit. Daran schloss sich begleitet von unserer Museumsführerin eine Exkursion zu den Dauner Maaren an. Wir besuchten das Weinfelder Maar und unternahmen einen kleinen Spaziergang um das Maar bis zur kleinen Kapelle und zu einem Aussichtspunkt, der einen guten Ausblick auf das Schalkmehrener Maar bot. Nach dem Mittagessen in Daun führte unser Weg auf den Spuren der Vulkane weiter nach Strohn, wo sich das Vulkanhaus Strohn befindet. Dieses wollten wir in Ergänzung des Eifel-Vulkanmuseums besuchen. Dem Museumsführer gelang es uns durch seine anschauliche und eindrucksvolle Ausführung mitzunehmen in die Welt des Vulkanismus bis tief in das Erdinnere und die Erdgeschichte, in die Welt des Magmas bzw. der Lava und in die Vulkanausbrüche um Strohn. Sehenswert ist die 6x4 m große Lavaspaltenwand als ein erdgeschichtliches Denkmal. Und selbstverständlich gab es auch viele Informationen zur Lavabombe von Strohn. Dieses einmalige Zeugnis vulkanischer Aktivität in der Eifel ist fast 120 t schwer und hat einen Durchmesser von etwa 5 m. Natürlich haben wir uns die Lavabombe unweit des Museums am Rand von Strohn auch angeschaut und gestaunt über deren Größe.
Am folgenden Tag fuhren wir mit dem Bus nach Brohl an den Rhein. Mit der Brohltalbahn – auch Vulkan-Express genannt – unternahmen wir eine Fahrt von Brohl nach Engeln, also vom Rhein in die Eifel. Nach etwa eindreiviertel Stunden hat der Vulkan-Express die etwa 18 km lange Strecke nach Engeln bei einer Steigung von etwa 400 Höhenmetern geschafft. Am Endpunkt der nostalgischen Bahnfahrt haben wir in der Vulkanstube direkt am Bahnhof zu Mittag gegessen bevor es mit dem Bus zur Benediktiner Abtei Maria Laach direkt am Laacher See ging. Dort erwarteten uns zwei Gästeführerinnen, die uns das weitläufige Außengelände der Abtei und den Laacher See zeigten. Nach einem Kaffee in der Klostergaststätte lernten wir bei einem Spaziergang die nur im Rahmen einer Führung zugänglichen Bereiche der Abtei mit einer Klosterführerin kennen. Dabei erhielten wir viele Informationen zur über 900 Jahre alten Geschichte der Abtei und besichtigten die beeindruckende historische Jesuitenbibliothek.
Unser erstes Reiseziel am Tag der Heimreise war die Burg Eltz in Wierschem. Einem Märchenschloss gleich erhebt sich die Burg auf einem Felsen inmitten des Eltzer Waldes. Die Burg selbst besichtigten wir im Rahmen einer Führung, wo wir viel wissenswertes über die Besitzer, die Architektur und der Geschichte der Burg erfuhren. In der Schatzkammer, konnten wir neben diversen Waffen auch wertvolle Sammlerstücke aus Gold und Silber sowie Glas und Porzellan aus 800 Jahren bestaunen. Ein märchenhaftes Erlebnis.
Den Abschluss unserer Reise bildete der Besuch der Vulkanbrauerei in Mendig. Während ein Teil unserer Gruppe die „Gläserne Brauerei“ und die Brennerei der Vulkanbrauerei besuchte, erkundete der andere Teil den Vulkankeller der Brauerei. 153 Stufen ging es mit unserem Kellerführer über 30 m in die Tiefe – in den tiefsten Bierkeller der Welt. Und damit schließt sich der Kreis zu unserem Ausflug zu den Vulkanen. Dieses Labyrinth entstand bei einem Vulkanausbruch und hat eine lange Geschichte. Im 19. Jahrhundert wurde der Keller von Mendiger Bierbrauern entdeckt. Die Kellertemperatur liegt konstant bei ca. 8-9° C. Einst lagerten hier 29 verschiedene Brauereien ihre Biere. Heute nutzt nur noch die Vulkanbrauerei diesen Keller für die Lagerung einer besonderen Bierspezialität. Derweil verkosteten die Brauereibesucher die verschiedensten Biere der Vulkanbrauerei. Ein schöner Abschluss unserer Reise.
Mit vielen neuen Erlebnissen und nachhaltigen Eindrücken machten wir uns anschließend auf die Heimreise. Es war eine interessante und erkenntnisreiche Reise zu den Vulkanen und den Maaren in der Eifel, die allen Teilnehmenden gut gefallen hat.

Elke Treisch

August 2025 1

August 2025 2

Radtour 2025


Radtour des Rhönklub ZV Breitungen über Rosatal-, Feldatal- u. Werratalradweg

Radrundtour am 31.08.2025 - ein Tag mit Sonnenschein und Temperaturen um 18 °C, fürs Radfahren ideal. Drei Interessierte Radler beteiligten sich; los ging es vom Marktplatz in Breitungen, pünktlich um 9.00 Uhr.

Wir fuhren über den Werratalradweg bis Wernshausen und folgten dem Rosatalradweg bis Roßdorf; von hier ging es auf dem neu ausgebauten „Karnweg“ bis Wiesenthal.

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auf dem „Karnweg“ mit Blick zum Horn

Über Urnshausen und Weilar radelten wir bis zum Feldatalradweg. Hier begegneten uns viele Radfahrer, Läufer und Spaziergänger, die den herrlichen Sonnentag nutzten.
Weiter ging es über Stadtlengsfeld bis nach Dietlas.

Zeugnisse der Geschichte entdeckten wir in Menzengraben (Dietlas) – einem um 1911 mit Abteufungen begonnen Kaliabbaugebiet, deren Kaliförderung in den 60-er Jahren aufgegeben und deren Einrichtungen im Jahr 1993 von der Kali und Salz GmbH übernommen wurde.

August 25 3
Infotafel zum Menzengraben

In der Krayenberggemeinde, Ortsteil Dietlas, erweckte das Schloss „Feldeck“ unsere Aufmerksamkeit.

August 25 2

Das mittelalterliche Gebäude, direkt an der Felda gelegen, ist seit dem Jahre 1376 als Befestigungsanlage bekannt und ging im Jahre 1626 als Wasserschloss in den Besitz der Herren von Buttler über.
In der Straße „Alte Schule“ in Dietlas entdeckten wir ein weiteres imposantes Gebäude: als Schule 1903 errichtet, später als Kinderkrippe genutzt und seit 1994 als Dorfgemeinschaftshaus seiner Bestimmung übergeben.

August 25 4

In Dietlas am Anglerdomizil, einer idyllisch hergerichteten Teichanlage, legten wir eine kleine Rast ein.
Den Feldatalradweg folgten wir bis Dorndorf. Weiter fuhren wir entlang der alten Bahntrasse bis nach Tiefenort; an der Strecke wurden wir mit herrlichen Ausblicken ins Werratal und den Thüringer Wald belohnt.

August 25 5

Heimwärts ging es dem Werratalradweg folgend, weiter über Bad Salzungen nach Breitungen.
Die Gesamtstrecke betrug 70 km, wobei wir etwa 210 Höhenmeter bewältigten und das in ca. 5 Stunden Fahrzeit. Schön war’s!

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